Entspannung pur: Ein heißes Bad

Schon zu Zeiten von Aristoteles, Alexander oder der griechischen wie römischen Kultur gehörte das Baden zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung. Womöglich gehen die Wurzeln der Badekultur aber noch weiter zurück: Denn auch im Orient und in Ägypten finden sich Anzeichen für eine frühe Badekultur. In erster Linie diente ein Bad der Reinigung des Körpers, erst danach kam der Aspekt der Entspannung.

Heute erledigt die Dusche zumeist die Reinigung und die Badewanne ist zur Entspannung gedacht. Über ein persönliches Badezimmer in den eigenen vier Wänden verfügen wir aber erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Dafür gab es vorher Badehäuser, natürliche Thermalquellen oder Seebäder, die mit Meerwasser gefüllt waren. Diese Tradition hat sich in einigen Ländern erhalten. Insbesondere im Balkan und dem Orient gehören Badehäuser – getrennt nach Geschlechtern – immernoch zum typischen Stadtbild und den kulturellen wie religiösen Gepflogenheiten. In unseren Breitengraden bezeichnet man diese Einrichtungen wohl als Wellnessoasen.

Ein heißes Bad entspannt auf verschiedene Weisen: Durch die Wärme werden Muskeln entspannt und Gefäße erweitert. Dadurch zirkuliert das Blut zeitweise besser und regt damit den Stoffwechsel an. Das Badewasser sollte aber nicht zu heiß sein: zwischen 30 und 40° Celsius ist optimal. Sobald die normale Körpertemperatur von 37° zu stark überschritten wird, kann der Kreislauf belastet werden. Allerdings hat jeder seine Vorlieben und manche mögen die hohe Wärme. Die Badezeit sollte zwischen 15 und 30 Minuten liegen, damit die Entspannung nicht zu kurz kommt, aber die Haut nicht belastet wird. Als spezielle Zugaben können ätherische Öle und natürliche Essenzen dienen: Melisse (Entspannung), Lavendel (Durchblutung), Milch (Einfettung der Haut), Olivenöl (Entfettung der Haut) oder Minze (z.B. bei Erkältung). Jede Wirkung ist anders und sollte auf die aktuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Bei trockener Haut sind vorab Informationen einzuholen.

Kommentar abgeben: